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Donnerstag, 1. Mai 2008

Gedicht zum 1. Mai


Zum ersten Mai, dem Arbeitstag
in linkem Haus die Arbeit lag.
Wollt niemand seine Werke schaffen,
nur reklamieren und den Führern gaffen,
die da schreien nach mehr Lohn,
wo sie selber sind der Hohn.
Denn die meisten dieser Sozialisten
sind selbst Beamte und Juristen.

Der dritte Teil hat kaum gemein,
was Ersterer den Linken winkt.
Der Linke will den Alkis Wein,
der Extreme nur im Geiste hinkt.

Es gab Zeiten, wo den Staat zu hassen
moralisch durchaus zugelassen,
heute doch, wer Anarchist
nur zu gern dessen Gelder frisst.
Rebellisch wird, wem alles passt,
nur alles lieb und niemand hasst.
Der Mensch den Wolf halt in sich hat
auch wenn er kerngesund und satt.
Plenus venter non studet libenter.

Mittwoch, 5. März 2008

Humorvolle Interpretation der Subvention

Kühe sinds, die die Welt vergasen,
während sie in Frieden grasen.
Stehen stoisch da, im Feld
und gehen dem Steuerzaler ins Geld.
Lahme, dumme Ungeheuer
werden dem System zu teuer.

Einzig bleibt ein kleiner Trost,
wo die Schweiz den Milchpreis stosst,
dass der Markt zu Hilfe eilt,
die Nachfrage gen oben peilt.
Der Zeitpunkt wär jetzt ideal,
der Bauern Chance scheint real.

Nieder mit dem Kontingent
und der Subvention, man flennt!
Wie das Staatsbudget würd heilen,
in gutem Zustand mal verweilen,
wenn der Haushalt ausgeglichen,
viele Diskrepanz beglichen.

Donnerstag, 17. Januar 2008

Es geht um die Wurst

Daniela Koller Die Diskussion um die Zukunft des traditionsreichen Cervelats ist momentan in aller Munde. Der Metzgerverband kämpft mit allen Mitteln, um dieses typische Markenzeichen der Schweiz auch weiterhin mit den altbewährten Därmen brasilianischer Zeburinder herstellen zu können. Aufgrund der Gefahr von Rinderwahnsinn (BSE) hat die EU ein Importverbot für Rindfleischprodukte aus dem südamerikanischen Land verhängt, welches auch die Schweiz betrifft.

Nun habe ich mich als St.Gallerin gefragt, wie es denn um unsere ebenso traditionsreiche St.Galler Olma-Bratwurst steht. Ob sie ebenfalls einer ungewissen Zukunft entgegensieht?
Ich habe mich schlau gemacht und dabei erfahren, dass wir – wenigsten im Moment – aufatmen können. Unsere Würste verdanken ihr Aussehen und ihren Biss nicht brasilianischen Rindern, sondern chinesischen Hängebauchschweinen. Lässt sich nur hoffen, dass die Schweine im aufsteigenden China nicht vom Wahnsinn der restlichen Welt angesteckt werden und ihnen das gleiche Schicksal widerfährt wie ihren brasilianischen „Kollegen“. *g*


Autor: Daniela Koller
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